Der Stundenverrechnungssatz ist der Preis, den eine Werkstatt für eine Arbeitsstunde berechnet. Er ist keine einzelne Zahl, sondern mindestens drei: Mechanik, Karosserie und Lack werden getrennt abgerechnet, mit unterschiedlichen Sätzen — Lackarbeiten liegen meist am höchsten.

Die Spanne ist erheblich. Eine markengebundene Fachwerkstatt liegt je nach Region und Marke bei etwa 140 bis 190 Euro, ein freier Betrieb bei 90 bis 120 Euro. Genau in dieser Differenz liegt das Geld, um das gestritten wird: Bei 18 Arbeitsstunden macht der Unterschied über 1.000 Euro aus, ohne dass sich an der Reparatur selbst irgendetwas ändert.

Maßgeblich für deine Abrechnung sind die Sätze einer markengebundenen Fachwerkstatt in deiner Region — das erlaubt dir das sogenannte Porsche-Urteil, und zwar auch dann, wenn du gar nicht dort reparieren lässt. Der Versicherer darf dich nur auf einen günstigeren Betrieb verweisen, wenn er dessen Gleichwertigkeit und Zumutbarkeit beweist.

Achte im Kürzungsschreiben auf die Formulierung. Steht dort, man lege die Sätze eines gleichwertigen Fachbetriebs zugrunde, ist das der Versuch einer Verweisung — und die muss begründet werden, nicht bloß behauptet. Wird kein konkreter Betrieb genannt, fehlt der Verweisung schon die Grundlage.

Dieselbe Kalkulation, einmal Fachwerkstatt, einmal Verweisungsbetrieb.

Fachwerkstatt, 165 €/h2.970,00 €
Verweisungsbetrieb, 109 €/h1.962,00 €
Differenz1.008,00 €

Das ist der Versuch einer Verweisung — und die muss der Versicherer beweisen, nicht bloß behaupten.

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  1. 1Kurz schildern, was passiert istEin, zwei Sätze genügen — kein langes Formular.
  2. 2Fotos vom Schaden anhängenGesamtbild, Schadenstelle, Kennzeichen.
  3. 3Einschätzung bekommenOb sich ein Gutachten lohnt und welcher Nachweis passt.

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