Nicht jede Werkstatt lackiert selbst. Eine eigene Lackierkabine kostet sechsstellig, braucht Absauganlage, Trockner und Genehmigungen — für viele Betriebe rechnet sich das nicht. Sie geben Lackarbeiten an einen Partnerbetrieb ab.

Dann muss dein Auto dorthin und wieder zurück. Ein Mitarbeiter fährt hin, ein zweiter holt ihn ab oder fährt hinterher: zwei Fahrten, zwei Personen, Arbeitszeit und Kraftstoff. Üblich sind dafür 80 bis 180 Euro, je nach Entfernung.

Der Versicherer argumentiert, es gebe schließlich Werkstätten mit eigener Lackiererei, die Kosten seien also vermeidbar. Das verkennt den Punkt: Du schuldest niemandem die Suche nach dem Betrieb, der dem Versicherer am besten passt. Du darfst die Werkstatt wählen, der du vertraust — fallen die Kosten dort an, gehören sie zum Schaden.

Praktisch heißt das: Bei konkreter Reparatur stehen sie auf der Rechnung, die du bezahlt hast, und sind zu erstatten. Rechnest du fiktiv ab, kommt es darauf an, ob markengebundene Fachwerkstätten in deiner Region üblicherweise verbringen müssen — und genau das stellt dein Gutachten fest.

Bei konkreter Reparatur sind sie angefallen und damit zu ersetzen; bei fiktiver Abrechnung kommt es auf die regionale Üblichkeit an.

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Schildere deinen Fall in zwei Sätzen — du bekommst eine ehrliche Einschätzung von einem Sachverständigen.

  1. 1Kurz schildern, was passiert istEin, zwei Sätze genügen — kein langes Formular.
  2. 2Fotos vom Schaden anhängenGesamtbild, Schadenstelle, Kennzeichen.
  3. 3Einschätzung bekommenOb sich ein Gutachten lohnt und welcher Nachweis passt.

Kostenlos und unverbindlich — die gegnerische Versicherung trägt die Kosten entsprechend ihrer Haftung.