Bei jeder Reparatur brechen Clips, verlieren Schrauben ihren Sitz, reißen Dichtungen beim Ausbau. Eine Stoßfängerdemontage kostet ein Dutzend Halteklammern, ein ausgebauter Kotflügel Dichtband und Unterbodenschutz. Diese Teile kosten einzeln Cent-Beträge — sie aufzulisten, zu buchen und abzurechnen kostet mehr Arbeitszeit, als sie wert sind.

Deshalb rechnet die Werkstatt sie pauschal ab: üblich sind 1 bis 2 Prozent der Ersatzteilkosten, meist gedeckelt bei 20 bis 30 Euro. Bei 2.236 Euro Ersatzteilen sind das rund 30 Euro. Das ist keine Erfindung einzelner Betriebe — die Position ist in den Kalkulationssystemen von DAT und Audatex hinterlegt.

Gestrichen wird sie mit dem Argument, die Teile seien nicht nachgewiesen. Das verkennt ihren Zweck: Eine Pauschale ist gerade deshalb pauschal, weil der Einzelnachweis unwirtschaftlich wäre. Kein Sachbearbeiter würde eine Rechnung akzeptieren, auf der achtzehn Clips zu je 0,40 Euro einzeln stehen.

Für sich genommen rechtfertigen 30 Euro keinen Streit. Sie sind aber ein verlässlicher Hinweis: Wer diese Position streicht, hat mit hoher Wahrscheinlichkeit auch UPE-Aufschläge, Verbringung und Beilackierung gekürzt. Dann lohnt der Blick auf die ganze Abrechnung.

Der Einzelnachweis für Clips und Schrauben wäre teurer als die Teile selbst. Hat die Werkstatt sie im Rahmen des Reparaturauftrags berechnet, gehört sie zur Rechnung.

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