Der Ablauf beginnt bei der Fahrzeug-Identifizierungsnummer: Über sie löst das System die tatsächlich verbaute Ausstattung auf und schlägt die passenden Ersatzteilnummern nach. Erst danach rechnet es — Arbeitswerte des Herstellers für jeden Handgriff, aktuelle Teilepreise, dazu die Lacklogik, die Vorbereitung, Grundierung, Basis- und Klarlack getrennt bewertet. Das Ergebnis ist keine Schätzung, sondern eine Rechnung aus Hersteller- und Marktdaten.

Weichen zwei Kalkulationen voneinander ab, liegt das deshalb fast nie an der Software, sondern an den Eingaben: welcher Stundensatz angesetzt wird, ob ein Teil instand gesetzt oder ersetzt wird, welche Lackstufe gewählt ist, welche Sonderausstattung erkannt wurde. Dazu kommt der Datenstand — Teilepreise ändern sich, eine Kalkulation von vor acht Monaten rechnet mit anderen Zahlen als eine von heute.

Für die Prüfung ist eine Sache entscheidend: Verlange den vollständigen Kalkulationsausdruck, nicht das Summenblatt. Nur dort stehen Positionsnummern, Arbeitswerte und manuell veränderte Zeilen. Kürzt ein Versicherer, wird er das fast immer in einzelnen Positionen tun — und wer nur zwei Endsummen vergleicht, sieht am Ende eine Differenz, aber nicht ihren Grund.

Nicht verwechseln mit

  • DAT — Das konkurrierende System der Deutschen Automobil Treuhand. Gleiche Datenquellen, andere Oberfläche.
  • Prüfbericht — Das Papier, mit dem der Versicherer einzelne Positionen der Kalkulation angreift.
Antwort meist am selben Tag

Kurz fragen kostet
nichts.

Schildere deinen Fall in zwei Sätzen — du bekommst eine ehrliche Einschätzung von einem Sachverständigen.

  1. 1Kurz schildern, was passiert istEin, zwei Sätze genügen — kein langes Formular.
  2. 2Fotos vom Schaden anhängenGesamtbild, Schadenstelle, Kennzeichen.
  3. 3Einschätzung bekommenOb sich ein Gutachten lohnt und welcher Nachweis passt.

Kostenlos und unverbindlich — die gegnerische Versicherung trägt die Kosten entsprechend ihrer Haftung.