Der Ablauf ist industriell. Der Versicherer schickt Gutachten oder Rechnung digital ein, dort laufen sie durch ein regelbasiertes System, das Positionen mit Referenzwerten abgleicht: Stundensätze gegen regionale Durchschnitte, Arbeitswerte gegen Vorgabezeiten, Teilepreise gegen Datenstände. Auffälligkeiten landen bei einem Bearbeiter, der Rest wird automatisch bewertet. Zurück kommt ein Bericht mit Abzugsempfehlungen — meist ohne dass jemand das Fahrzeug gesehen hätte.

Rechtlich ist das eine Parteimeinung im Auftrag einer Seite, kein neutrales Zweitgutachten. Der Dienstleister hat dir gegenüber keinerlei Entscheidungsbefugnis; er kann nichts kürzen, sondern nur vorschlagen. Kürzt der Versicherer daraufhin, ist das seine Kürzung, für die er einstehen muss — der Verweis auf ein externes Prüfhaus entlastet ihn nicht.

Praktisch heißt das: Fordere den vollständigen Bericht mit nachvollziehbarer Einzelberechnung an, nicht die Ergebnisliste mit dem neuen Endbetrag. Erst dann lässt sich Position für Position gegen das eigene Gutachten halten. Die Abzüge folgen fast immer demselben Muster — Stundensätze, UPE-Aufschläge, Verbringungskosten, Beilackierung —, und der besichtigende Sachverständige kann zu jedem davon fachlich Stellung nehmen. Genau diese Stellungnahme ist das, was die pauschale Empfehlung entkräftet.

Nicht verwechseln mit

  • ControlExpert — Derselbe Markt, dasselbe Vorgehen — der bekanntere Wettbewerber.
  • Prüfbericht — Das Papier, das am Ende dieser Prüfung steht.
Antwort meist am selben Tag

Kurz fragen kostet
nichts.

Schildere deinen Fall in zwei Sätzen — du bekommst eine ehrliche Einschätzung von einem Sachverständigen.

  1. 1Kurz schildern, was passiert istEin, zwei Sätze genügen — kein langes Formular.
  2. 2Fotos vom Schaden anhängenGesamtbild, Schadenstelle, Kennzeichen.
  3. 3Einschätzung bekommenOb sich ein Gutachten lohnt und welcher Nachweis passt.

Kostenlos und unverbindlich — die gegnerische Versicherung trägt die Kosten entsprechend ihrer Haftung.