Die Marktrelevanz- und Faktorenmethode, kurz MFM, ist das jüngste der anerkannten Verfahren zur merkantilen Wertminderung. Ältere Formeln rechnen im Kern mit zwei Größen — Fahrzeugwert und Reparaturkosten. Die MFM fügt hinzu, was den Wertverlust tatsächlich bestimmt: die Lage am Markt.

Sie arbeitet mit Faktoren, die einzeln bewertet und gewichtet werden: Marktgängigkeit des Modells, Umfang und Art des Schadens, ob tragende Teile betroffen waren, Alter, Laufleistung und Vorschäden. Aus dieser Bewertung ergibt sich ein Zuschlagsfaktor auf den Ausgangswert — jeder Schritt bleibt dabei nachvollziehbar und lässt sich im Gutachten offenlegen.

Der Unterschied zeigt sich an einem Beispiel: Ein seltener Geländewagen mit stabiler Nachfrage und langen Lieferzeiten verliert durch einen reparierten Heckschaden weniger als ein Massenmodell, von dem hunderte vergleichbare Fahrzeuge auf dem Gebrauchtmarkt stehen. Ältere Formeln können das nicht abbilden, weil sie den Markt gar nicht kennen.

Deshalb gilt die MFM heute als das differenzierteste Verfahren. Verbindlich ist sie trotzdem nicht: Der Bundesgerichtshof lässt jede anerkannte Methode als Schätzgrundlage zu, entscheidend ist die nachvollziehbare Begründung. Wird deine Wertminderung gekürzt, lohnt die Frage, mit welchem Modell gerechnet wurde — und ob es zum Fahrzeug passt.

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  1. 1Kurz schildern, was passiert istEin, zwei Sätze genügen — kein langes Formular.
  2. 2Fotos vom Schaden anhängenGesamtbild, Schadenstelle, Kennzeichen.
  3. 3Einschätzung bekommenOb sich ein Gutachten lohnt und welcher Nachweis passt.

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