Aufgebaut ist sie als Korridor: Für jede Schadenhöhe wird ausgewiesen, in welcher Spanne die Mehrheit der befragten Sachverständigen abrechnet. Das Grundhonorar richtet sich dabei nach der Schadenhöhe, nicht nach dem Zeitaufwand — üblich seit Jahrzehnten, weil ein kleiner Schaden weder den Aufwand noch das Haftungsrisiko eines großen trägt. Daneben stehen die Nebenkosten: Lichtbilder, Fahrtkosten, Schreib- und Portokosten. Um sie wird am häufigsten gestritten, und manche Gerichte orientieren sich dabei an den Sätzen des Justizvergütungsgesetzes.

Gerichte ziehen die Befragung als Schätzgrundlage heran, Versicherer benutzen sie zum Kürzen — indem sie den untersten Wert der Spanne zur Obergrenze erklären. Dagegen steht die subjektbezogene Schadensbetrachtung: Erforderlich ist, was du in deiner Lage für erforderlich halten durftest, denn ein Laie kann Gutachterhonorare nicht auf ihre Angemessenheit prüfen. Eine echte Preiskontrolle findet deshalb nicht statt.

Zwei Einschränkungen bleiben. Geschützt bist du nur, solange die Rechnung nicht erkennbar deutlich überhöht ist — ein Honorar, das jedem Laien auffallen müsste, trägt dieser Schutz nicht. Und er greift nicht in gleicher Weise, wenn der Sachverständige aus abgetretenem Recht selbst gegen den Versicherer klagt: Dann wird die Höhe strenger geprüft. Für dich heißt das: Eine Honorarvereinbarung vorab, die Grundhonorar und Nebenkosten offenlegt, ist der beste Schutz gegen eine spätere Restforderung.

Nicht verwechseln mit

  • Abtretung erfüllungshalber — Der Weg, auf dem das Honorar meist direkt mit dem Versicherer abgerechnet wird.
  • BVSK — Der Verband, der die Befragung durchführt.
Antwort meist am selben Tag

Kurz fragen kostet
nichts.

Schildere deinen Fall in zwei Sätzen — du bekommst eine ehrliche Einschätzung von einem Sachverständigen.

  1. 1Kurz schildern, was passiert istEin, zwei Sätze genügen — kein langes Formular.
  2. 2Fotos vom Schaden anhängenGesamtbild, Schadenstelle, Kennzeichen.
  3. 3Einschätzung bekommenOb sich ein Gutachten lohnt und welcher Nachweis passt.

Kostenlos und unverbindlich — die gegnerische Versicherung trägt die Kosten entsprechend ihrer Haftung.