Lackieren kostet nicht nur Arbeitszeit, sondern Material: Grundierung, Füller, Basislack, Klarlack, Härter, Verdünnung, dazu Schleifmittel, Abdeckmaterial und Filter. Diese Position steht getrennt von der Lackierarbeit in der Kalkulation, weil sie mit dem Materialverbrauch skaliert und nicht mit der Zeit.

Berechnet wird sie in den Kalkulationssystemen nicht nach Litern, sondern über einen Index: Aus Fahrzeuggröße, Lackart und Anzahl der Lackierflächen ergibt sich ein Materialwert, meist als Prozentsatz der Lackarbeitszeit oder als fester Betrag je Lackierstufe. Effektlacke, Perleffekt und Dreischichtlackierungen liegen deutlich höher als ein einfacher Unilack.

Für dich ist das relevant, weil hier gern pauschal gekürzt wird — etwa mit dem Hinweis, der Materialindex sei überhöht oder es genüge ein günstigeres Lacksystem. Maßgeblich ist aber, was für dein Fahrzeug und deinen Lackaufbau erforderlich ist: Ein Werkstattsystem muss zur Herstellerfreigabe passen, sonst gefährdet es Garantie und Korrosionsschutz.

Nicht zu verwechseln mit der Beilackierung: Die ist eine Arbeitsposition — das Mitlackieren des angrenzenden Bauteils, damit kein Farbabsatz entsteht. Die Lackmaterialkosten sind der Materialverbrauch, der dabei ebenfalls anfällt. Erstattungsfähig sind sie bei konkreter Reparatur wie bei fiktiver Abrechnung, soweit sie erforderlich und regional üblich sind.

Nicht verwechseln mit

  • Beilackierung — Eine Arbeitsposition — hier geht es um das verbrauchte Material.
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