Ruhkopf/Sahm ist das älteste der gängigen Modelle zur merkantilen Wertminderung, entwickelt in den 1960er Jahren. Es rechnet denkbar einfach: Reparaturkosten und Wiederbeschaffungswert werden addiert, davon ein Prozentsatz genommen, der sich nach dem Alter des Fahrzeugs und nach dem Verhältnis der Reparaturkosten zum Fahrzeugwert staffelt.

Diese Einfachheit war lange sein Vorteil — die Rechnung ist in zwei Zeilen nachvollziehbar, und Gerichte konnten sie ohne Sachverstand überprüfen. Deshalb taucht das Modell bis heute in Urteilen auf, obwohl der Fahrzeugmarkt von 1960 mit dem heutigen wenig zu tun hat.

Seine Schwächen sind allerdings bekannt. Es kennt eine harte Altersgrenze von etwa fünf Jahren, jenseits derer es keinen Minderwert mehr ausweist — bei heutigen Fahrzeugen, die zehn Jahre und mehr wertstabil bleiben, ist das nicht mehr zeitgemäß. Die wirtschaftliche Schadenhöhe fließt über die Reparaturkosten nur grob ein: Ob ein Kotflügel getauscht oder ein Längsträger instand gesetzt wurde, bildet die Formel nicht gesondert ab. Und die Marktgängigkeit des Modells kennt es gar nicht.

Falsch ist es damit nicht, aber selten die beste Wahl. Wird deine Wertminderung nach Ruhkopf/Sahm berechnet und fällt auffällig niedrig aus, lohnt die Frage nach einem geeigneteren Modell — etwa der Marktrelevanz- und Faktorenmethode. Welches Verfahren passt, entscheidet der Sachverständige und muss es begründen.

Antwort meist am selben Tag

Kurz fragen kostet
nichts.

Schildere deinen Fall in zwei Sätzen — du bekommst eine ehrliche Einschätzung von einem Sachverständigen.

  1. 1Kurz schildern, was passiert istEin, zwei Sätze genügen — kein langes Formular.
  2. 2Fotos vom Schaden anhängenGesamtbild, Schadenstelle, Kennzeichen.
  3. 3Einschätzung bekommenOb sich ein Gutachten lohnt und welcher Nachweis passt.

Kostenlos und unverbindlich — die gegnerische Versicherung trägt die Kosten entsprechend ihrer Haftung.