Mitglied wird man nicht durch Anmeldung: Der Verband verlangt Qualifikationsnachweise, Berufserfahrung und eine Berufshaftpflichtversicherung. Dazu kommen Fortbildungspflichten und Standesregeln, an die sich die Mitglieder binden.

Das entscheidende Wort im Namen ist unabhängig. Es grenzt die Mitglieder von Prüforganisationen und Dienstleistern ab, die zugleich für Versicherer arbeiten — ein Sachverständiger, der sein Geld überwiegend mit Prüfaufträgen von Versicherern verdient, steht in einem anderen Interesse als einer, der für Geschädigte begutachtet. Diese Trennung ist der Kern des Verbandsprofils, und sie ist der Grund, warum der BVSK regelmäßig gegen Kürzungspraktiken der Versicherer Stellung bezieht.

Praktische Bedeutung hat vor allem die Honorarbefragung des Verbands. Sie erhebt regelmäßig, welche Honorare Sachverständige tatsächlich abrechnen, gestaffelt nach Schadenhöhe, und ist damit die meistzitierte Grundlage dafür, was ein Gutachten kosten darf. Gerichte nutzen sie als Schätzgrundlage, Versicherer als Kürzungsargument. Daneben veröffentlicht der Verband Arbeitshilfen und Musterformulare, die den Marktstandard in der Branche mitprägen.

Für dich ist die Mitgliedschaft ein Anhaltspunkt, kein Nachweis: Sie sagt etwas über Unabhängigkeit und Fortbildung, ersetzt aber weder die Zertifizierung nach DIN EN ISO/IEC 17024 noch die öffentliche Bestellung durch IHK oder Handwerkskammer. Wer beides führt, hat seine Sachkunde von einer neutralen Stelle prüfen lassen.

Nicht verwechseln mit

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Kurz fragen kostet
nichts.

Schildere deinen Fall in zwei Sätzen — du bekommst eine ehrliche Einschätzung von einem Sachverständigen.

  1. 1Kurz schildern, was passiert istEin, zwei Sätze genügen — kein langes Formular.
  2. 2Fotos vom Schaden anhängenGesamtbild, Schadenstelle, Kennzeichen.
  3. 3Einschätzung bekommenOb sich ein Gutachten lohnt und welcher Nachweis passt.

Kostenlos und unverbindlich — die gegnerische Versicherung trägt die Kosten entsprechend ihrer Haftung.